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Die Haut als Sprachrohr der Seele

Neurodermitiker sind oftmals verzweifelt, wenn sie ihre Hautprobleme nicht in den Griff bekommen. Man versucht mit Salben und Cremes zu behandeln, beim Hautarzt lässt man sich bestrahlen, aber nichts scheint wirklich zu helfen. Die Haut kann als Sprachrohr der Seele bezeichnet werden. Wenn diese Sprache erlernt wird, kann der Neurodermitiker selbst zumindest für eine Linderung sorgen.

Die Haut – das ganz besondere Organ

Die Haut ist ein Organ, das sich über den ganzen Körper ausdehnt. Würde man die Fläche messen, so käme man auf ungefähr zwei Quadratmeter. Dieses Organ hat mehrere Aufgaben zu bewältigen. Es schützt den Körper, es reguliert die Wärme, es sorgt für notwendige Ausscheidungen und für Atmung. Die Haut ist auch ein Sinnesorgan. Durch die Nerven der Haut und die Tastkörper kann so einiges wahrgenommen werden. Wind wird spürbar und selbst der kleinste Lufthauch erzeugt eine Reaktion der Haut. Auch die Temperaturunterschiede sind durch die Haut fühlbar. Streicheln wir über eine Körperoberfläche, so können wir ertasten, ob dieser Körper hart oder weich ist.

Einige Hautpartien sind mit den inneren Organen verbunden. Sobald es Störungen oder Erkrankungen eines inneren Organs gibt, zeigt sich das unter anderem auch an der Haut. Die Signale auf der Haut können dabei Missempfindungen sein, aber auch Rötungen, Abszesse oder Entzündungen.

Da Körper und Seele immer in Verbindung stehen und nicht als getrennt angesehen werden können, zeigen sich selbstverständlich auch seelische Störungen am Hautbild. Einige Reaktionen wird jeder kennen. Eine peinliche Situation lässt die Schamesröte ins Gesicht steigen. Ein Schreck lässt uns erblassen oder große Emotionalität zeigt sich durch Gänsehaut. Die Haut eines Neurodermitikers reagiert stärker auf innere und äußere Einflüsse. Jeder Mensch hat eine „Schwachstelle“, die sich immer dann meldet, wenn eine Stresssituation entsteht. Der eine bekommt Migräne, der andere Magenschmerzen und der Neurodermitiker spürt die typischen Symptome dieser Hauterkrankung.

Haut – Seele, Seele – Haut

Der Neurodermitiker kann lernen, seine Haut und gleichzeitig seine Seele zu verstehen. Dabei können Fragen, die sich selbst gestellt werden, eine Hilfe sein. Schaut man sich einmal die Haut von Neurodermitikern in einer Stresssituation an, ist folgendes erkennbar: Sie fängt an zu jucken und dieser Juckreiz ist schier unerträglich. Die Haut verdickt sich an verschiedenen Körperstellen. Der Betroffene fühlt sich sprichwörtlich nicht mehr wohl in seiner Haut. Die typischen Regionen, die meistens als erstes befallen werden, sind das Gesicht, die Kniekehlen und die Armbeugen. Die Haut kann nicht genügend Feuchtigkeit speichern und ist deshalb sehr trocken.


Im Bezug auf die Seele kann sich der Neurodermitiker fragen:

  • Was juckt mich? Wer oder was ärgert und reizt mich so sehr? Was ist für mich schier unerträglich?
  • Warum möchte ich mir eine dickere Haut zulegen? Oder: Warum bin ich so dünnhäutig und reagiere auf manche Situation überempfindlich?
  • Wieso fühle ich mich nicht wohl in meiner Haut? Kann ich mich akzeptieren und lieben, so wie ich bin?
  • Wovor beuge ich mich?
  • Warum versuche ich mich abzugrenzen? Wieso muss ich mir so einen dicken Schutzpanzer aufbauen?
  • Welche persönlichen Bedürfnisse unterdrücke ich? Habe ich das Gefühl, innerlich auszutrocknen, im Sinne von „nicht richtig leben zu dürfen“?

 

Diese Fragen können dabei helfen, die Symptome zu lindern und mit Stress konstruktiver umzugehen. Neurodermitiker, die bereits als Kind unter dieser Hautkrankheit gelitten haben, entwickeln nicht selten seelische Störungen aufgrund der Reaktionen von Mitmenschen. Viele Menschen glauben, sie könnten sich anstecken oder ekeln sich vor dem Ekzem. Das Kind mit Neurodermitis fühlt sich ausgegrenzt und abgelehnt. Die Folge ist ein geringes Selbstbewusstsein im Erwachsenenalter. Auch dann können die obigen Fragen helfen, zu sich selbst zu finden. Manchmal ist es empfehlenswert, einen Therapeuten oder einen psychologischen Berater aufzusuchen, denn vieles läuft unbewusst im Innenleben ab und kann von einem selbst nur schwer erkannt werden.

Neurodermitis ist eine Krankheit, die in Schüben auftritt. Es gibt Phasen, in denen kaum oder gar keine Symptome zu spüren sind und Phasen, in denen die Symptome wieder stark hervor treten. Der Neurodermitiker kann eine Art Tagebuch führen und somit Vergleiche ziehen: In welchen Lebenssituationen tritt die Neurodermitis auf? In welchen Lebenssituationen fühle ich mich wohl in  meiner Haut?

 

Dieser Beitrag wurde von Gastautorin Marion Consoir verfasst. In Ihrem Blog Natürlich gesund schreibt Sie rund um die Themen Gesundheit, Psyche und Natur. Lesen Sie Ihren Beitrag Heilungsstrategie von Dr. Edward Bach

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