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Spezialisten (Ärzte)

Die Behandlung von Neurodermitis in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Die Neurodermitis wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin bereits in frühen Klassikern um das Jahr 200 n. Christus erwähnt und unter Bezugnahme der typischen Prädilektionsstellen als „Wind der vier Beugen“ bezeichnet.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Diagnostik und Betrachtung dieser Hautkrankheit immer differenzierter und feiner und es bildeten sich einige häufige sogenannte Disharmoniemuster heraus, welche bei der Neurodermitis aus Sicht der TCM anzutreffen sind.

Bluthitze Alle Formen der Neurodermitis, sei sie nässend oder trocken, großflächig oder wenig ausgeprägt, haben einen Faktor als Krankheitsursache gemeinsam und diesen nennt man in der TCM „Bluthitze“ und sie ist für die Rötung der Haut verantwortlich. Bluthitze entsteht, wenn sich pathogene Hitze im Körper, meist durch emotionale Faktoren, Veranlagung, falsche Ernährung usw, ansammelt. Dies geschieht meistens in der Leber, da dieses Organ aus Sicht der TCM den harmonischen und geschmeidigen Fluss der Energie und auch der Emotionen gewährleistet. Stagniert es emotional, so kommt es auch zu Stagnationen in der Leber und die wiederum lässt eine sog. Stauungshitze entstehen. Da die Leber ein Blutspeicherorgan ist, überträgt sich die Hitze dort leicht ins Blut. Dies macht die Rötung der Haut.

Hitze hat aber noch weitere Auswirkungen. Sie trocknet die physiologischen Flüssigkeiten, was zu einer sehr trockenen Haut führen kann. Des Weiteren bringt die Hitze in den Fluss der Säfte und Energien, was zum Juckreiz führt. Endlich beschleunigt Hitze auch die Erneuerung der Hautzellen, was zur Schuppung führt. Therapiert wird hier mit kühlenden und hitzeausleitenden Substanzen, welchen einen spezifischen Blutbezug haben.

Feuchtigkeit / Schleim In den Fällen, wo die Haut nässt, spricht man in der TCM von innerer Feuchtigkeit, welche durch schleimbildende Nahrungsmittel, wie z.B. Milchprodukte oder Brot entstanden ist und sich zwischen den Hautschichten festgesetzt hat.

In diesem Fall muss man bei der Therapie von Neurodermitis auch noch Feuchtigkeit trocknen und ausleiten.

Äußerliche Anwendungen / Salben etc. Wie diese kurze Darstellung zeigen konnte, entstehen aus Sicht der TCM die Ursachen für die Neurodermitis im Inneren des Körpers und müssen daher auch von innen heraus behandelt werden, möchte man eine wahrhafte Ursachenbehandlung betreiben. Äußerliche Anwendung können die Probleme im Inneren des Körpers nicht lösen, weshalb sei meist auch keine Erfolge zeigen.

Therapie Therapiert wird im Wege der chinesischen Arzneimitteltherapie, d.h. der Patient erhält ein individuell erstelltes Rezept, bestehend aus chinesischen Kräutern, welches er über einen Zeitraum von 2-4 Monaten einnimmt. Erste Besserungen zeigen sich nach ca. 3-4 Wochen. Nebenwirkungen gibt es in der Regel keine. Weiterführende Informationen: Neurodermitis Therapie

Verfasst von / zur Person:

HP Marco Massari Studium der chinesischen Medizin in München und London, Fachausbildung in chinesischer Dermatologie am Avicenna Centre for Chinese Medicine in London, Assistenzzeit an einer chinesischen Hautklinik in England. Seit 2009 in eigener Praxis in München.

Fachpraxis für chinesische Dermatologie Hohenzollernstr. 97 80796 München Telefon:  089 / 37 42 67 06 Internet: www.chinesische-dermatologie.de

Neurodermitis-Patienten für Studie gesucht

Bonner Dermatologen untersuchen, warum Erkrankte oft auch anfälliger für Virus-Infektionen sind

Manche Patienten mit Neurodermitis sind auch anfälliger für Virus-Infektionen als Gesunde – warum, ist unbekannt. Mediziner des Universitätsklinikums Bonn wollen diese Wissenslücke schließen. Für ihre Studie suchen sie nun nach Betroffenen. Nach Schätzungen erkranken bis zu 10 Prozent aller Deutschen im Laufe ihres Lebens an einer Neurodermitis. Auch wenn die Krankheit mit der Zeit ausheilen kann, bleibt die erhöhte Anfälligkeit für Virenerkrankungen oft lebenslang bestehen.

So mancher Skiläufer kennt die Symptome: Nach einem Sonnentag auf der Piste beginnen die Lippen plötzlich unangenehm zu kribbeln und zu jucken. Ursache des „Gletscherbrandes“ ist eine Herpes-Infektion, die erst durch die starke UV-Strahlung in großer Höhe zum Ausbruch kommt. Im Normalfall bleiben die juckenden Bläschen auf die Lippen beschränkt. „Bei Neurodermitis-Patienten kann das Virus aber den gesamten Körper befallen“, erklärt der Direktor der Bonner Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Professor Dr. Dr. Thomas Bieber. „Die Krankheitsbilder sind in der Regel so schwer, dass die Betroffenen stationär behandelt werden müssen.“

Bei Menschen mit Neurodermitis verlaufen Virusinfektionen häufig schwerer als im Normalfall. Biebers Arbeitsgruppe ist Teil eines Forschungskonsortiums, das den Grund für diese Beobachtung herausfinden möchte. Das Projekt wird bereits seit 2005 vom US-amerikanischen National Institute of Health (NIH) unterstützt. Das NIH hat seine Förderung gerade um weitere zwei Jahre verlängert. Biebers Arbeitsgruppe untersucht schon lange die immunologischen Vorgänge in der Haut von Neurodermitis-Kranken. Auf diesem Gebiet bekleiden die Bonner Forscher weltweit eine Spitzenstellung.

Das NIH hatte das Forschungsprogramm vor dem Hintergrund möglicher Terrorakte mit Pockenviren ausgeschrieben. Die zur Pockenschutzimpfung eingesetzten Vacciniaviren können bei manchen Menschen schwere Erkrankungen auslösen. Zu den Risikogruppen zählen wegen ihrer erhöhten Anfälligkeit für Virusinfektionen auch Neurodermitis-Kranke. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, eine sicherere Form der Pockenimpfung zu entwickeln. (Quelle: Universitätsklinik Bonn)

Weiter zum Universitätsklinikum Bonn mit Kontaktadresse für Interessenten

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Dermatologen gibt es wie Sand am Mehr. Ich selbst hatte erst beim dritten Arzt, den gefunden, der mir wirklich helfen konnte. Man ist dankbar für jeden Tipp…

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